Wie verkauft man seine Immobilie? - Matthias Preuß von Von Poll Immobilien

Shownotes

Das SeMa online: www.sema-seniorenmagazin.de Moderator Jan Philipp Platenius bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jan-philipp-platenius/

Transkript anzeigen

00:00:00: Dann schauen wir doch mal.

00:00:04: Moin moin, mein Name ist Jan-Philipp Platinius.

00:00:06: ich moderiere diesen Podcast und spreche heute mit Matthias Preuss von Pollimmobilien.

00:00:12: Er hatte vorher schon Sorge dass das eine von vergesse und den Firmen Namen falsch mache aber ich glaube es läuft.

00:00:17: Nein alles fein!

00:00:21: Stellen Sie sich doch einmal unseren Hörer an vor wer sind sie?

00:00:23: was machen sie?

00:00:25: Wir sind so dazu gekommen.

00:00:26: erzählen Sie mal

00:00:28: Ja gerne, ich bin Matthias Preuß.

00:00:29: Ich bin forty-sechs Jahre alt und führe diesen Fun-Pollet-Mobilien-Shop Hamburg als der Ost seit fünf Jahren.

00:00:36: Seit der Ukraine-Krise habe ich frisch übernommen...

00:00:40: Also gutes Timing damals?

00:00:42: Genau!

00:00:43: Es war wirtschaftlich natürlich ein Desaster.

00:00:45: Keiner wollte sich großartig bewegen.

00:00:47: aber so nach zwei Jahren wenn er Mensch wieder seine Normalität zurück haben möchte da geht alles wieder seinen normalen Gang und man merkt dass die Arbeit Früchte trägt

00:00:57: Und von Pol ist dann quasi so die Dachmarke.

00:01:00: Also es gibt viele von Pol Personen, die Shops in unterschiedlichen Städten haben.

00:01:05: also das ist ein Franchise-Service oder so sagt man?

00:01:08: Ähnlich genau ich bin eine Handelsvertretung, die ähnlich wie andere große Ketten agiert.

00:01:13: Das heißt wir haben vierhundertfünfzig Shops im ganz Deutschland auch in vielen europäischen Ländern vertreten und sind da vertraglich ähnlich wie einen Franchiser aufgestellt.

00:01:25: Gut für alle Hörerinnen und Hörern, glaube ich.

00:01:28: Wie sind Sie denn mal zum Thema Immobilien gekommen überhaupt zu am Anfang?

00:01:32: Ich weiß nicht, haben sie schon in der Schule irgendwie Immobilie anzeigend studiert oder so?

00:01:36: Oder wie lief das?

00:01:37: Nein gar nicht!

00:01:39: Ich war nach zehn Jahren in einer freien Wirtschaft eigentlich etwas enttäuscht vom Alltag und von dem was da die Möglichkeiten wären.

00:01:46: Und dann habe ich mich einfach ein bisschen ausprobiert und gemerkt während des Praktikums in der Maklerei, dass es mir liegt.

00:01:53: Und das der Alltag.

00:01:54: mir gefällt die Abwechslung zwischen Büro aber auch draußen die Termine wahrnehmen.

00:02:00: Das passt zu meiner Persönlichkeit.

00:02:03: Nach über fünfzehn Jahren jetzt immer noch am Start und immer noch fröhlich.

00:02:07: Und immer noch kein Drang den Job zu wechseln.

00:02:10: Ja, cool!

00:02:11: Das hört sich ja sehr gut an.

00:02:13: Waren Sie dann immer bei von Boll oder haben sie das vor allem was anderes gemacht im Immobilienbereich?

00:02:19: Oder erst alleine gestartet?

00:02:22: Nein, ich hatte große Ziele.

00:02:24: Ich habe dann gleich die bekannteste Firma genommen, die man in dem Sektor quasi nutzen kann und hab dort zehn Jahre gearbeitet und hab dann aber gesagt, ich brauche was Eigenes.

00:02:35: Ich möchte etwas wächst, wo ich selber den Hut aufhabe und wo ich momentan ein kleines Team aufbauen kann.

00:02:42: gerade weil man so viel Zeit da verbringt war mir das besonders wichtig die Zeit so zu steuern und zu lenken, mit den Leuten zu arbeiten wie ich das auch möchte.

00:02:54: Und jetzt ist das hier dann bei einem Franchise-ähnlichen Konzept wahrscheinlich ein bisschen nicht so wie wenn man alleine gründet sondern haben schon ein bisschen Begleithilfe und so sage ich mal dabei wahrscheinlich.

00:03:05: Genau, durch die Verbindung mit der Zentrale in Frankfurt hat man natürlich eine gewisse Guidance und eine gewissen Leitung.

00:03:15: Man hat gewisse Erkenntnisse, Erfahrungen, die man natürlich von dort aus nutzen kann.

00:03:21: Und ja, man nutzt auch dann einige Einrichtungen wie zum Beispiel die Marketing Abteilung, die IT, durch Abschlüsse und prozentuale Beteiligungen nutzt und zahlt.

00:03:38: Also so klassisch wie auch bei Franchisern.

00:03:41: Und, wie sieht denn so ein Tag in ihrem Leben aus?

00:03:44: Wenn es einen typischen Tag vielleicht gibt überhaupt oder eine typische Woche Alternativ

00:03:50: Ja, so ganz klar kann man das gar nicht beantworten.

00:03:54: Da es wirklich sehr situativ flexibel sein muss allein durch die Tatsache dass ich Personalverantwortung mit meinem Team habe muss sich immer schauen dass es allen gut geht und das Zusammenarbeiten reibungslos funktionieren kann.

00:04:09: ansonsten haben wir ungefähr fünfzig Prozent des Alltages administrativ im Büro und die anderen fünfzig prozent sind dann draußen bei den Kunden.

00:04:18: Termine wie Besichtigung, Bewertungen.

00:04:22: Aber natürlich auch final die Notarttermine und die folgenden Übergabetermine, die wir natürlich auch dann mitbeleiten damit so einen runden Abschluss am Ende hat und sich keiner allein gelassen fühlt.

00:04:34: Ja das wäre wirklich eine gute Mischung.

00:04:36: fünftig-fünfzig so.

00:04:37: ich sag mal wenn nicht gar nicht zum schreibtisch kommen wir zum schreiben oder was auch immer dann bin ich schon mal ein bisschen unglücklich.

00:04:43: aber wenn ich nur am schreibtische bin Dann brauche ich auch dringend eine podcastaufnahme oder so extern.

00:04:50: Ja die abwechslung ist wichtig und auch das war der punkt damals zu sagen okay.

00:04:53: Ich muss aus meinem Tabellen- und Excel Universum aus meinem damaligen Job heraus, ich muss an die front mit menschen agieren am Tag am Computer sitzen.

00:05:08: Das entsprach nicht meiner Person und es macht mir so sehr viel Spaß.

00:05:13: Ja, das glaube ich!

00:05:14: Und jetzt haben Sie Ihr Team schon ein paar Mal erwähnt.

00:05:16: wie viele Menschen arbeiten denn hier?

00:05:19: Wie viel umfasst das

00:05:20: Team?!

00:05:20: Wir sind jetzt zu fünft inklusive Assistenz und auch Studenten und genau der Rest markelt.

00:05:28: Okay cool, das ist ja eine gute Größe also... wo ich schon mal ein paar Firmen gemacht habe, also die Anfangsgröße so bis zehn Personen.

00:05:35: Das mag ich immer gerne.

00:05:36: Wenn es dann irgendwann größer wird, dann wird das auch wieder so viel komplizierter, fünf Stunden gute Größe finde ich.

00:05:42: Es ist tatsächlich sehr schnell sehr kompliziert.

00:05:45: Je mehr Menschen da sind, desto mehr Probleme gibt das oder soziale Schwierigkeiten.

00:05:51: jeder tickt ja auch anders.

00:05:54: Bau das berutsam und langsam auf.

00:05:56: Ich möchte nicht zu viel und zu schnell wachsen, natürlich könnte ich Leute einstellen und der Bedarf ist da aber ich hab halt auch Sorge dass es dann zu schnell zuviel wird von der Teamführung her und von der Personalverantwortung.

00:06:16: Das möchte ich ganz langsam und gezielt angehen

00:06:20: gut nachvollziehen.

00:06:21: Und was machen Sie denn, wenn sie nicht im Job sind und diesen Räumlichkeiten oder unterwegs sind beim Kunden?

00:06:27: Ehrlich gesagt bleibt da gar nicht so viel Zeit über.

00:06:30: die eigene Firma ist ja auch grundsätzlich entstanden weil ich Anspruch an mich und meine Arbeit habe und die Qualität kann ich nur halten wenn ich mir Zeit für die einzelnen Dinge nehme.

00:06:43: das heißt nine to fifteen oder neun bis fünf, das gibt es eigentlich gar nicht.

00:06:51: Eine Mittagspause die mehr als fünfzehn-zwanzig Minuten sind, kenne ich

00:06:55: auch nicht.

00:06:57: ab und zu wird das Essen vergessen weil man einfach im Stress ist und Termine hat und den Kunden eigentlich immer an die erste Stelle setzt.

00:07:07: aber ich versuche natürlich Sport zu machen, die Freizeit mit Freunden zu genießen.

00:07:12: am Wochenende Und durch die Homeoffice-Möglichkeiten der Kunden sind auch viele Wochenendtermine weggefallen.

00:07:19: Das macht es etwas einfacher zu sagen, ich konzentre mich auf die Werktage, mache da wirklich auch jeden Termin möglich von morgens bis abends und kann dann aber tatsächlich am Wochenende auch meistens entspannen.

00:07:34: Ja, nicht schlecht!

00:07:36: Unternehmer immer so eine Sache.

00:07:39: Genau!

00:07:41: Und jetzt, wo ich einmal den Experten hier habe oder ja eigentlich selbst beim Experten sitze muss sich natürlich fragen wie hat sich denn der Hamburger Immobilienmarkt in den letzten Jahren verändert?

00:07:51: Wie ist der Markt aktuell so?

00:07:53: Ich nehme das immer selbst primär aus Überschriften wahr sage ich mal.

00:07:58: und jetzt bin ich mal gespannt wie das wichtig ist.

00:08:02: Ja, nachdem ja bis zum Jahr zwanzig alle Preise immer nur gestiegen sind hatte Ukraine-Krieg natürlich dafür gesorgt dass flächendeckend ab fünf zu bis zwanzzig Prozent Preisverfall stattgefunden hat.

00:08:15: und zwei Jahre danach war es auch noch äußerst schwer mobilen an den Interessenten zu bringen.

00:08:22: Die Krisensorgen immer dafür das sich der Mensch nur Union verändert und riskiert.

00:08:26: hinzukommt, dass die Zinsen deutlich zu hoch für die immensen Immobilienpreise waren.

00:08:31: Und es war schlicht und einfach meistens nicht finanzierbar, ne?

00:08:35: Die hohen Preise.

00:08:36: Und die zusätzlich hohen Zinsen.

00:08:39: Es führte denn schnell dazu, dass die Finanzierung einer normalen Immobilie mal eben zwei, drei, viertausend Euro gekostet hatte im Monat.

00:08:47: Und mit normalem Immobilien meine ich eher die klassische zwei bis dreizehnmal Wohnungen nicht das Haus.

00:08:54: Etwa ab twenty-vierundzwanzig wollten den Menschen dann ihre Normalität zurück.

00:08:57: Ich habe das Eingang schon kurz gesagt.

00:09:00: Die Unsicherheit gerade bei Wirtschaftskrisen, bei Kriegen.

00:09:05: Die hält sich gerne mal so zwei Jahre aber dann irgendwann ist die Natur des Menschens einfach so dass man sich wieder verändern möchte und seine Normalität haben möchte.

00:09:14: das heißt man guckt wieder links und rechts man traut sich auch einen Jobwechsel wieder zu.

00:09:19: Die Fährkäufer trauen sich zu verkaufen die Kunden trauen sie zu kaufen.

00:09:25: also man diese Litagi wird abgelegt und das war nach zwei Jahren der Fall.

00:09:30: Zinsen sind stabil geblieben, bei dreieinhalb bis vier Prozent.

00:09:34: Und man hatte so ein bisschen das Gefühl dass die Konstanz, die auf einmal wieder dabei die Stabilität der Finanzmarkt gegeben hat den Kunden gesagt hat okay es wird nicht schlimmer.

00:09:48: wir müssen uns jetzt mit dieser Situation in irgendeiner Art und Weise auseinandersetzen und entweder verändern wir uns jetzt und leben das was wir leben wollen oder wir warten bis die Krisen vorbei sind Und das ist ja dieses zurzeit leider auch sehr schwierig planbar.

00:10:06: Die eine Krise vorbei, fängt die nächste schon wieder an und teilweise überschneidet sich das natürlich wie jetzt mit dem Ukraine-Krieg und dem Nahen Osten.

00:10:16: Ja, das lohnt mich.

00:10:17: Also diese ganz großen Themen sage ich mal, die großen Weltkrisen findet man dann auch hier bei der Hamburger Bonung wieder quasi sozusagen.

00:10:26: Genau.

00:10:27: Wobei man mittelfristig natürlich sagen kann, dass die Immobilie nach wie vor immer eine gute Investition ist.

00:10:34: Sie unterliegt Schwankungen.

00:10:36: Die sind zwar in den letzten Jahren seit, sagen wir mal, des Jahrhunderts neun bis zum Anfang zweiundzwanzig fast ausgeblieben.

00:10:43: das ging es immer nur rauf.

00:10:47: Jetzt haben wir den ersten Rückgang wieder gehabt, normalerweise sind das Wellenbewegungen.

00:10:52: Da geht es mal sieben Jahre rauf, da geht's mal wieder ein bisschen runter, dann gehts mir wieder rauf.

00:10:56: Mittelfristig allerdings ist es immer ein Plus und wenn man jetzt nicht kurzfristig plant was bei Immobilien möglich aber nicht sinnvoll ist kann man eigentlich keinen schlechten Step damit machen.

00:11:10: Okay verstehe Und gibt es eigentlich hier Stadtteile, die sich besonders unterschiedlich entwickelt haben?

00:11:16: vielleicht?

00:11:19: Nee nicht wirklich.

00:11:20: In Hamburg geht es eigentlich allen Stadtteilen im Vergleich zu den ländlichen Bereichen relativ gut um die Alster und Nah der Elbe.

00:11:27: so wie in den Waldtafern sind die Preise etwas geringer gesunken.

00:11:33: Die einst A-Lagen sind immer etwas schwankungs stabiler sag ich mal weil man die auch als erstes wieder gut verkaufen oder gut kaufen kann.

00:11:45: Die sind einfach so ein bisschen sicherer in ihrer Preisstabilität, die vielleicht sozial etwas schwächeren Stadtteile oder die stark bevölkerten, die sehr eng und sehr dicht sind mehr am Start dran sind.

00:12:00: Die haben prinzipiell eher unter Verlusten zu leiden wobei man sagen muss Dadurch dass die in der Vergangenheit auch deutlich niedriger waren, haben sie natürlich prozentual in der gesamten Preissteigerungswelle auch deutlich mehr zugenommen.

00:12:16: Nur sind das auch die, die am ehesten dann verlieren?

00:12:20: Ja,

00:12:20: verstehe und merkt man das jetzt?

00:12:23: also ich bin ja neu Hamburger quasi und wenn er so seit fünfzehn Jahren hier und finde da so die Mieten oder die Nachfrage eine Schwierigkeit ne Wohnung zu finden ist alles schon größer geworden.

00:12:35: Aber war das vielleicht auch schon immer so oder merkt man das jetzt irgendwie in den letzten Jahren nochmal richtig?

00:12:39: die Nachfrage wachsen, als in Hamburg zu wohnen?

00:12:44: Eigentlich denke ich es war schon immer.

00:12:46: Es war noch nie leicht eine große oder schöne Wohnung zu bekommen.

00:12:50: Das was man selber schön findet finden die anderen nämlich auch

00:12:53: schön.

00:12:56: Ich vermute dass ähnlich wie in den Medien, die Digitalisierung alles halt im Zugriff einfacher macht.

00:13:05: Jeder sieht's sofort und jeder kann alles zu jeder Zeit sehen für sich prüfen und eventuell auch besichtigen was Immobilien angeht.

00:13:16: In der Vergangenheit erinnere mich noch an meine erste Wohnungssuche zurück.

00:13:20: Da hat man sich das Abendblatt am Samstag glaube ich war es besorgt da standen die Immobilianangebote für die ganze Woche drin Und hat sich einen Marker genommen und hat eingekreist, und hat abtelefoniert.

00:13:32: Mit Glück hat man eine Besichtigung gehabt.

00:13:35: Heutzutage ist es schon Glück wenn man auf einer Anfrage aus dem Internet bei Mietwohnungen eine Reaktion bekommt weil teilweise bei guten Angeboten so extrem nachgefragt wird dass man da auch als Makler kaum noch eine Möglichkeit hat wirklich nett und gut zu reagieren.

00:13:54: Gut, die Magler, die ein bisschen mehr Anspruch haben werden zumindest einen E-Mail fertigen und nett absagen.

00:14:00: Aber wir hören leider häufig das viele auch gar nicht reagieren.

00:14:04: Ja klar, es nervt einem natürlich immer wenn die andere Seite nicht reagiert, andererseits klar, wenn da hundert Leute sich melden oder so.

00:14:15: Entschuldigung, dass ich reingesprungen bin.

00:14:17: Das kommt mir selten vor, dass tatsächlich Immobilienangebote bei Vermietungen die realistisch sind, die zu den klassischen Mieten-Spiegelpreisen angeboten werden.

00:14:29: Die sind dann zehn Minuten online müssen wieder runtergenommen werden weil bereits Hundertfünfzig Anfragen da sind.

00:14:37: und wenn man dann außerdem aufpasst oder nicht aufpasste und das Inseraten nicht wieder zurückzieht Dann hat man mehrere hundert Anfragen von nur einer Nacht und das führt dann dazu, dass der eine oder andere in seinem Alltag stillgeließt wird.

00:14:54: Ja wenn man dann das online stellt und aus Versehen einen Einschleppel mit der Schlaf macht oder so, dann hat man viel Arbeit.

00:15:01: Ja unter dem Schälerbegeht es ganz am Freitag hochzufahren und nicht wieder rauszunehmen vom Wochenende.

00:15:08: Das wird beim Mietwodung kaum noch passieren.

00:15:12: Ja, nicht schlecht und bei unseren Lesern und Hörern – ich spreche meistens von Lesern weil wir daraus auch einen Text machen – besitzen ja viele Immobilien und da ist natürlich häufig die Frage wann es denn der richtige Zeitpunkt eine Immobilie zu verkaufen?

00:15:29: Der richtige Zeitmunk ist eigentlich immer dann wenn der Immobilen Besitzer bereit für einen Wechsel ist letztendlich.

00:15:41: Man sollte sich da nicht nach irgendwelchen Zeiten, Wirtschaftsphasen oder was auch immer richten denn... spricht ja über seine Zukunft, über die persönliche eigene Lebensentwicklung und wenn man da jetzt noch zwei drei Jahre wartet um vielleicht ein zwei Prozent mehr Kaufpreis zu generieren.

00:16:03: Das macht einfach keinen Sinn auf so viel Lebensqualität dann zu verzichten.

00:16:08: Also eigentlich muss man schauen wie passt das in mein Leben?

00:16:11: In meine Planung habe ich was Neues, hab' ich noch.

00:16:14: nichts Neues Kann ich verkaufen, weil ich sowieso weiß.

00:16:18: Da ist noch eine Immobilien-Patoe die ich eventuell sofort beziehen kann oder es ist evtl auch der Sprung in einer Betreuung.

00:16:26: Das ist ja auch bei älteren Personen häufig die Überlegungen Wann gehe ich den nächsten Schritt und verlasse meinen großen Garten?

00:16:35: Weil die Pflege zu viel wird von dem Drum herum oder das Haus zu groß Die Kinder sind raus.

00:16:41: Ja, verstehe.

00:16:42: Und bei Ihnen in der Praxis ist das wahrscheinlich auch ein häufiger Fall, dass Personen einfach jetzt schon ein bisschen älter sind und quasi deswegen die Mobile verkaufen um Geld für die Rente zu haben oder um ins Pflegeheim zu ziehen oder so, wahrscheinlich?

00:16:59: Genau!

00:17:01: Logischerweise hat man... immer einen gewissen Anteil von älteren Eigenschümern.

00:17:07: Also das ist schon ein relevanter Anteil schon, ne?

00:17:09: Definitiv!

00:17:10: Der ist groß weil die meisten Jungen sich ja noch in der Immobilie gar nicht leisten.

00:17:15: viele fangen ja erst mit über dreißig vierzig an überhaupt Überkauf nachzudenken.

00:17:21: wir Deutschen sind ja immer noch so ein Mietvolk und sind eigentlich gar nicht so das Käufervolk.

00:17:28: Von daher ist es gar nicht so die klassische Gewohnheit, man ist jetzt arbeitend aus der Ausbildung raus und denkt schon an Immobilienfinanzierung und Kauf.

00:17:37: Das ist in anderen mediterranen Ländern ganz anders.

00:17:40: da wird viel schneller und früher gekauft weil das da einfach so üblich ist und wenn sich die Lebenssituation verändert verkauft man halt.

00:17:48: Wir Deutschen sind eigentlich eher so das Mieterfolg und denken vielleicht mal mit Familiengründung darüber nach ob man kaufen könnte oder nicht.

00:17:58: Aber auch das hat sich ja stark erinnert.

00:18:00: Viele Familien gründen sicher erst deutlich später als damals, also ist der Mietanteil noch recht groß.

00:18:08: Und was sind so die größten Fehler beim Immobilienverkauf?

00:18:11: Was kann man da falsch machen wenn man jetzt demnächst vielleicht verkaufen möchte und den Fehler nicht machen möchte?

00:18:18: Ja es gibt ganz klassische Fehler wie zum Beispiel unvorbereitet an den Markt zu treten keine Unterlagen am Start zu haben keine Kenntnis von Vergleichsimmobilien aus der näheren Umgebung zu haben.

00:18:32: Und wir sehen das auch ganz, ganz häufig dass einfach die Fotos ganz schlecht sind und dass es schief und dunkel und unaufgeräumt ist.

00:18:43: Das sind so leichte Kleinigkeiten, die aber eine große Auswirkungen auch bei der Präsentation haben.

00:18:49: So, der erste Eindruck zählt halt nicht nur bei der Besichtigung vor Ort sondern schon bei der ersten Ansprache.

00:18:57: Da sind viele Sachen die man falsch machen kann was später den Kaufpreis tatsächlich beeinflusst.

00:19:02: und wir hören es auch häufiger natürlich von Fährkäufern oder von Eigentümern die verkaufen wollen.

00:19:10: ja wir haben hier noch jemand aus der Nachbarschaft der hat vielleicht Interesse, Klassiker ne?

00:19:15: Man hört das eigentlich immer mal irgendwie von Bekannten Und der hat mir ein Angebot gemacht und ich überlegte drüber nach, vielleicht nehme ich es an.

00:19:25: Da haben wir einfach ganz oft die Erfahrung gemacht dass die Angebote aus der direkten Nachbarschaft oder sogar so aus dem Bekanntenkreis meistens nicht da mit dem Werten mithalten können, die auf einem freien Markt erzielt werden.

00:19:39: Interessant!

00:19:40: Von daher ist das schon nicht unwichtig tatsächlich mal den Markt auszutesten in Anführungsstrichen hier zu nutzen weil das ist natürlich dann die komplette Anfrage und Nachfrage, die man produzieren kann dort.

00:19:54: Also die Marktsituation regelt ja die Preise aber wenn man sich den Markt da draußen nimmt, ist es oftmals der Fall dass man ein bisschen was beschenkt.

00:20:03: Ja interessant, ja gut ist natürlich ein bisschen bequem und natürlich auch nett, wenn man einen Käufer kennt, genau so eine Geschichte.

00:20:13: Genau, teilweise ist Sympathie wichtiger als die letzten zwanzigtausend.

00:20:16: Ja

00:20:17: ja, dass man auch verstehen kann.

00:20:18: aber es

00:20:22: kann natürlich auch mal Vorteile haben wenn's ganz schnell geht weil es unkompliziert ist man vielleicht keinen Zeitverlust hat.

00:20:29: ab und zu braucht man ja auch Gelder schnell je nach Lebenslage.

00:20:35: Aber das führt häufig dann dazu dass man das nicht optimal ausnutzt.

00:20:40: Und würden Sie sagen, man sollte vorher nochmal renovieren.

00:20:43: Irgendwie ich weiß nicht das Fenster neu machen oder das Dach neu machen?

00:20:46: Oder soll es eigentlich lieber der nächste machen?

00:20:51: Auch das kann man gar nicht so eindeutig beantworten.

00:20:54: Es kommt immer drauf an wie man in vielen Situationen natürlich sagt Wir raten unseren Kunden ganz deutlich dazu Wenn sich gewisse Renovierungen positiv auf den Preis auswirken.

00:21:07: Wir sagen aber auch deutlich, wenn sich teure Sanierung oder ein Standsetzung vielleicht auch nicht lohnen und sich später nicht wieder reinholen lassen.

00:21:17: Dann hat man investiert und macht alles schön.

00:21:19: Aber wenn der Kunde das gar nicht so mag wie der Verkäufer das dann saniert hat wird was frisch gemachtes wieder rausgerissen.

00:21:28: also wir halten das in der Regel sehr realistisch.

00:21:32: im Rahmen versuchen da auch ganz transparent und ehrlich zu sagen, was hilft und was nicht hilft.

00:21:39: Na gut, das ist ja wahrscheinlich ihre Expertise dann noch sehr hilfreich.

00:21:44: Das weiß ja wirklich kaum einer richtig.

00:21:47: Ja

00:21:47: letztendlich jeder ist hier in seiner eigenen Vorstellung, in seine eigenen Welt und jeder Mensch denkt anders.

00:21:54: Insofern ist diese Welt... Bei jedem Menschen anders.

00:21:59: Wir dürfen aber bei jedem Verkauf, bei jeder Besichtigung, bei jedem Termin in die Welt der Menschen reinhorchen.

00:22:07: Also wir wissen ziemlich genau was der Kunde später bei einer Besichtigungen sagen wird und das versuchen wir im Vorwege natürlich dem Eigentümer zu vermitteln und auch bei der Preisgestaltung letztendlich zu berücksichtigen.

00:22:20: weil wenn man jetzt schon wissen was der kunde sagt dann kann man Argumente sind, die sich dann verhandeln lassen.

00:22:28: Natürlich egalisieren!

00:22:30: Wenn das aber Argumende sind... ...die persönliche Geschmäcker betreffen?

00:22:34: Dann ist es halt so an mit denen mit persönlichen Geschmackern kann man nichts machen.

00:22:40: Und gibt's typische Situationen oder typische Fragen bei älteren Verkäufern quasi?

00:22:51: Zum einen wollen viele verkaufen und wollen dann auch einfach den ersten Schritt nicht gehen.

00:22:58: Man ist quasi gefangen, seinen Gewohnheiten oder auch wenn ein Partner vielleicht schon verstorben ist und man selbst noch nie mit dem Thema mobilen Verkauf zu tun hatte, ist der erste Schritt ganz oft ein riesiges Hindernis.

00:23:11: Hier bedarf es oftmals einem kleinen Schubsa.

00:23:14: Ob's jetzt die Familie macht oder ein Magler je nachdem wer der Ansprechpartner.

00:23:20: Aber vielleicht kennt das jeder auch von sich so ein bisschen.

00:23:23: Man denkt viel über Situation nach und stellt sich vor, dass Dinge schön sind sein könnten oder seinen werden aber so diese erste Schritt zu machen.

00:23:34: Das ist für viele eine große Mauer.

00:23:36: Ja ja es hat vielen Bereichen so.

00:23:40: Das kennt man ja selbst vielleicht auch manchmal.

00:23:42: in den letzten Jahren habe ich immer so wahrgenommen, dass es vielleicht ein paar Alternativen gibt, dass man irgendwie das Haus verkauft länger darin wohnen bleiben kann oder bis zum Tod da wohn'n kann, oder wie auch immer.

00:23:54: Gibt's viele solche Modelle?

00:23:56: Oder gibt es was denn da so die gängigen Alternativen?

00:23:58: Oder ist das vielleicht schon wieder eingeschlafen, das Thema?

00:24:02: Ja, es gibt da Alternatifen.

00:24:05: Gerade bei älteren Menschen sind die Alternativeness Leibrente und Teilverkauf durchaus ein Thema aus den letzten zehn, zwanzig Jahren.

00:24:17: Ehrlich gesagt... Hörte ich von diesen Alternativen nicht so viel.

00:24:20: Man kann zwar in seiner gewohnten Umgebung bleiben, aber man zahlt auch einen sehr hohen Preis dafür.

00:24:28: Ja?

00:24:28: Man kriegt dann monatlich da was raus oder Teilpreise ausgezahlt.

00:24:33: Aber das machen die Leute dies einem geben ja auch nicht umsonst.

00:24:36: Also es ist ein deutlicher Abschlag zu normalen Verkaufspreisen.

00:24:40: wo man natürlich auch überlegen kann brauche ich diese alte Umgebungsfangsläufig einfacher und guckrichtung kleinere wohnungen mit weniger verantwortung sprich miete.

00:24:55: wo ich dann auch einfach sagen kann auch ich nehme den gesamten kaufpreis mit und versuche mir meinen mein lebensalter schön zu gestalten und reise noch mal so so gutes geht oder mache ausflüge mit der familie oder schau dass sich meine meine kinder und enkel irgendwie mit reinnehmen und sie zu das die noch was schönes damit machen mit dem geld.

00:25:18: Ja, das sind so Punkte.

00:25:22: Da tut es mir als Markler natürlich immer weh wenn Werte quasi zu leichtfertig abgegeben werden.

00:25:33: Eine Vermietung kann natürlich eine gute Option sein also wenn man jetzt nicht zwangsläufig auf den Kaufpreis angewiesen ist um seinen Lebensalter zu gestalten Also wenn man ein gutes Renteneinkommen hat zum Beispiel oder noch Einnahmen aus anderen Vermietungen.

00:25:50: So kann natürlich auch die eigene Mobil vermietet werden, wenn es nicht zwingend verkauft werden muss und man damit keine Pläne hat mit dem Kaufpreis.

00:26:00: Warum soll man dann eine Mobil vermieten?

00:26:02: Langfristig

00:26:02: gesehen kann man's halten, wenns geht.

00:26:05: Ja, stimmt.

00:26:07: Kommt das häufig vor oder so dass Leute dann vermieden oder ist ja so naja, weil das macht ja auch Arbeit und alles.

00:26:14: Ja, das ist nämlich der Punkt.

00:26:17: Die meisten älteren Menschen wollen das Leben hier einfacher gestalten und wollen eben keinen Stress mehr mit Mietern haben.

00:26:25: Man weiß ja auch immer nicht wie die so drauf sind, kriegt man die Immobilie so zurück wie man sich auch abgegeben hat oder zieht er aus und man kann einfach durchrenovieren und durchsanieren.

00:26:39: also Erlebt es natürlich immer mal wieder, dass es vermietet wird.

00:26:43: Aber die meisten wollen denn auch wirklich sich trennen und es leichter haben.

00:26:47: Ja, verstehe ich sehr gut.

00:26:49: Wir haben das vorhin mit dem Verkleinern gesagt.

00:26:51: Jetzt nehme ich das in der Richterstattung immer so wahr, in den Medien immer so war, dass das mittlerweile sehr schwierig ist eigentlich sich zu verkleintern weil kleinerer Wohnraum mittlerweile gar nicht so viel günstiger ist als vielleicht ja der Wohnraum, den man bislang hatte quasi der Größe.

00:27:07: aber

00:27:08: Ja, das ist tatsächlich auch so.

00:27:09: Ich kenne das von meinen Eltern.

00:27:12: Ich bin auf dem Land aufgewachsen und meine Eltern haben ein Haus gebaut in den Siebzigern und da bin ich dann in den Achtzigern dazugekommen.

00:27:21: Und mittlerweile sind sie natürlich auch in einem Alter wo man sich entscheidet versucht man im Haus zu bleiben oder verkauft man das Haus und holt sie eine drei Zimmerwohnung irgendwie irgendwo.

00:27:33: Und genau da haben wir zwei Probleme.

00:27:36: Das eine ist die Verfügbarkeit von den Größen, die gewünscht sind weil die meisten, die in der Mobil verlassen um sich zu verkleinern wollen ja trotzdem drei dreieinhalb vier Zimmer haben.

00:27:49: diesen Schritt macht man häufig zu zweit und Genau das dann auch noch mit mit Tiefgarage und Aufzug und Balkon.

00:27:59: Das ist ja fast nur noch bei den Neubauten zu bekommen in der Stadt, an einer Alster-Aufzug und Tiefgarage zusammen ist nicht so oft.

00:28:11: Und dadurch sind natürlich auch die Preise für die kleineren Wohnungen relativ gesalzen in Anfangstrichen.

00:28:18: Zumal die neueren Baujahre auch teurer sind als ich sage mal vierziger Jahre bis bis zweitausend im Baujahr gesehen.

00:28:26: Und jetzt sind sie ja nicht der einzige Immobilienmarkt in Hamburg wahrscheinlich.

00:28:32: Woran kann man denn eigentlich erkennen?

00:28:34: Also ich habe schon rausgehört, was alle so die Vorteile von einem Immobilianmarkler sind und man kann ja ganz schön viel falsch machen.

00:28:41: aber woran erkennt man dann eigentlich einen guten Immobiliermarkler oder Markler generell?

00:28:47: Ja... Wir haben ja auch ganz häufig dieses Thema schwarze Schafe in der Branche.

00:28:52: Ja, total!

00:28:54: Kennt jeder und ich kenne auch glaube ich keinen, der nicht schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat.

00:28:59: Sei es bei einer Mietwohnungssuche oder auch beim Kauf- oder Fährkauf.

00:29:07: Also letztendlich bringt es auch nichts wenn es eine bekannte große Firma ist.

00:29:13: Es ist abhängig von den Personen die dann für sie arbeiten soll.

00:29:19: Die muss zuverlässig unter Waren sein und auch bereit sein, Ihnen zuzuhören.

00:29:25: Und deswegen rate ich eigentlich immer stellen Sie Fragen, testen sie den Markler ruhig mal aus und versuchen dann Reaktionen der einen oder anderen Frage hervorzukitzeln.

00:29:39: Schauen Sie aber auch durchaus auf die Inhalte von Bewertungen also klassischerweise auch Google-Bewertung sind immer wieder aufschlussreich Und wenn da mehrere sehr negative bei sind, ist es vielleicht ein kleiner Hinweis.

00:29:55: Ja, das wusste ich.

00:29:57: Und dann kommen wir wieder ein bisschen zum persönlichen Teil.

00:30:00: Als wir uns kennengelernt haben hatten sie erwähnt dass Sie im Bürgerverein hier engagiert sind Hohenfeld und Uhlenhorst.

00:30:08: Was macht denn so ein Bürgerverein genau?

00:30:10: Ist eigentlich meine Frage, wovon bin ich an so einem Plakat, an so einer Ausstellungswand da vorbeigekommen.

00:30:15: Jetzt weiß ich schon bisschen... Genau,

00:30:16: an der Busseil der Stelle!

00:30:17: Ja,

00:30:17: genau.

00:30:19: Also gut platziert.

00:30:21: Aber da waren ja jetzt nicht alle Leser und Hörer.

00:30:24: von daher erzählen Sie mal.

00:30:26: Genau wir versuchen als Bürgervereinen natürlich im Stadtteil gewisse Dinge Ja, voranzutreiben sage ich jetzt erstmal.

00:30:38: Es ist teilweise nicht so einfach weil alles was offiziell ist und mit der Politik zu tun hat mit irgendwelchen Dingen die man schaffen möchte oder platzieren möchte da brauchen wir ja Nicht nur eine Genehmigung.

00:30:49: das hört sich immer sehr einfach an.

00:30:51: es sind extrem lange Wege die man da gehen muss.

00:30:54: Und ja da versuchen wir zu unterstützen und ein bisschen die Brücke vom Stadtteil in die Politik zu bilden.

00:31:03: Der ist unser Vorstand natürlich ganz weit vorne unsere Vorsitzenden.

00:31:08: Ich persönlich bin als Beisitzer dabei, weil ich mir gesagt habe wenn ich jemanden geschäft habe dann möchte ich auch irgendwas Gutes für den Stadtteil tun und versuche in der wenigen Zeit annähernd mich einzubringen was zunehmens aber auch schwierig wird.

00:31:25: dadurch dass ja die der Alltag auf Fahrt aufgenommen hat durch die Nicht mehr wahrgenommen, eine Ukraine-Krise.

00:31:34: Wurde die Zeit auch da halt mal weniger.

00:31:38: Bürgervereine sind so gewachsen aus den früheren Jahrzehnten.

00:31:43: Wir merken das auch noch darin dass der Altersdurchschnitt relativ hoch ist.

00:31:48: also wir sind mit vielen Senioren und Rentnern betlückt sag ich mal weil die bringen auch ganz viel Input und auch Unterstützung.

00:32:00: Und da ist auch viel Hilfe zur Selbsthilfe, es gibt Grüppchen von unseren Mitgliedern für unsere Mitglieder wo gespielt wird, wo Ausflüge gemacht werden, wo Museen besucht werden... Also es wird versucht viel ins Leben zu rufen.

00:32:21: Und neulich hier in Ohnhorst hatten wir ja auch vor zwei, drei Jahren dieses große Thema Anwohnerparken.

00:32:28: Da wird dann auch schon mal die Aula von der Schule bestult und die Politik eingeladen um dann Reda und Antwort zu stehen damit sich die Leute aus dem Stadtteil dort informieren können.

00:32:39: Ja okay so eine gute Sache und gibt es wahrscheinlich in den meisten Hamburger Stadtteilen auch so ne?

00:32:45: Also Stadtteilvereine oder...

00:32:46: Es gibt immer noch recht viele.

00:32:50: Die meisten sind natürlich auch schon recht lange dabei.

00:32:54: Leider ist es aber auch so, dass wir merken, dass die jungen Leute sich nicht so interessieren dafür oder noch nicht.

00:33:04: Da ist es echt schwierig eine Brücke zu bauen.

00:33:07: Dann müssen wir mal gucken wie sich das Ganze entwickelt?

00:33:09: Ja ja kann ich mir vorstellen.

00:33:11: So ehrenamtliches Engagement und Vereinswesen und sowas natürlich sehr auch immer ein bisschen mit Kommitment, sage ich mal verbunden und so.

00:33:19: Das Verbindlichkeit nehme ich manchmal so wahr als würde das ein bisschen weniger werden sag' ich mal

00:33:25: schon.

00:33:26: aber es ist auch so dass es viele Menschen gibt auch Jüngere die durchaus was machen wollen.

00:33:32: Da ist dann oftmals die Hürde, wenn nicht so viele Gleichaltrige dabei sind.

00:33:40: Dann ist es wieder schwieriger diesen ersten Schritt zu tun.

00:33:44: auch so eine Situation für den ersten Schritt.

00:33:47: Das stimmt.

00:33:49: Ja klar man kommt ja häufig in die Vereine weil einen irgend wer mitten nimmt oder so.

00:33:54: und Klar, wenn da nicht so viele junge Leute sind dann nimmt man auch keinen anderen mit sage ich mal.

00:34:02: Ich wusste auch gar nicht dass der Bürgerverein hier ist in Anfang Strichen.

00:34:08: Ich bin durch Zufall darauf aufmerksam geworden weil der Stadtteilpolizist in mein Laden reingekommen ist kurz nachdem ich aufgemacht hatte und das dachte Ich bin auch neu, Sie sind neu.

00:34:21: Lass uns doch gemeinsam dahin gehen.

00:34:23: und heute haben wir eine Veranstaltung an der Kirche.

00:34:27: da gibt es ein Sommerwein.

00:34:28: das ist ganz ungezwungen und ganz unverbindlich.

00:34:32: und ja dann war ich da und habe die Leute kennengelernt.

00:34:38: Ach so, dann sollt ihr mir nicht dabei.

00:34:41: Nicht schlecht!

00:34:43: Ja sie müssen häufiger solche Feste machen und ich frage meine Gäste auch häufig mal nach ihrem Lieblingsort in Hamburg.

00:34:50: Und ist Ira dann auch hier in der Ecke?

00:34:53: oder was ist das schönste Ort in Hamburg?

00:34:57: Ja, also Hamburg ist natürlich generell sehr schön.

00:35:00: Aber so einen richtigen Lieblingsort habe ich tatsächlich nicht.

00:35:04: So ein Kaltgetränk mit Wasserblick das ist schon mal ganz weit vorne.

00:35:10: Ich merke aber immer wieder dass es so wahnsinnig viele kleine Ideen gibt die man so in Gänze gar nicht kennt.

00:35:20: Die entdeckt man dann bei Fahrradtouren, Spaziergängen und Das sind die kleinen schönen Momente, wo man sagt, oh Hamo, du bist ja schöner als man dachte.

00:35:31: Ja also ich stelle die Frage immer aber wenn sie mir zurückgestellt wird finde ich es auch immer richtig schwierig zu antworten.

00:35:36: das ist auf jeden Fall leichter als ich in Bielefeld zum Beispiel gebohnt habe.

00:35:43: Ich gucke gerne von oben dieser Aussichtsplattform auf den Landungsbrücken runter.

00:35:50: genauso gut sitze ich aber auch gerne Am eiste Anleger zum Feierabend und treffe mich mit Freunden.

00:35:57: Und dann kommt halt mal ein Wein oder ein Apparol auf den Tisch!

00:36:02: Es gibt viele super schöne Orte in Hamburg, aber so einen richtigen Lieblingsort wo ich jede Woche bin oder jeden Monat bin, den habe ich nicht.

00:36:11: Ja,

00:36:11: verstehe ich.

00:36:13: Und außerdem frage ich am Ende immer noch gerne nach interessanten und amüsanten Anekdoten.

00:36:19: Und gibt es da vielleicht eine vom irgendeinem besonderen Immobilienverkauf, wo irgendwas besonders Lustiges passiert ist oder so?

00:36:27: Ja dann muss ich tatsächlich ein bisschen graben.

00:36:30: Es passieren ganz viele... unterschiedlichste ja Verkaufssituation oder eine bleibt immer mehr in der Erinnerung, der andere mal weniger.

00:36:41: Vieles verdrängt man dann auch nach Jahren.

00:36:43: Ich meine ich bin jetzt über fünfzehn Jahre dabei.

00:36:47: das da passiert einfach viel und die Welt wird ja auch nicht unkomplizierter und wir Menschen damit natürlich auch nicht.

00:36:56: Ich erinnere mich aber noch sehr gut an einen Verkauft damals von einem Haus einer älteren Dame.

00:37:02: Sie war allein und ihre Tochter lebte relativ weit weg.

00:37:05: Und es verlief eigentlich alles ganz klassisch wie geplant mit den Besichtigungen, mit der Käuferfindung und auch bis zum Notartermin.

00:37:16: Aber so ganz kurz davor rief sie auf einmal an und sagte Herr Preuß ich kann nicht!

00:37:22: Ich verzweifle gerade und ich sage heute alles ab!

00:37:27: Und da fiel mir natürlich erst mal so ein bisschen die Kindlade runter, weil so kurz paar Stunden vor dem Termin wo eigentlich alles unterzeichnet werden sollte und man da irgendwie Monate daraufhin gearbeitet hat.

00:37:38: Das ist natürlich äußerst unangenehm auch für die kaufende Partei, die ja sich um Finanzierung gekümmert hat, Stress hatte.

00:37:48: Kurze Hand habe ich gesagt, wissen Sie was?

00:37:50: Ich komme kurz vorbei!

00:37:53: Und dann saß sie also zwanzig Minuten später auf ihrem Sofa.

00:37:59: Sie war den Train nahe und dann kulatten sie auch, die war einfach total überfordert mit dieser Situation weil sie alleine waren.

00:38:08: Ich hörte denn raus dass sie einfach nur Angst hatte irgendwas falsch zu machen.

00:38:14: Dann habe ich ihr natürlich gesagt das wir für sie da sind und dass wir ja so was täglich oder regelmäßig mitbeleiten und dass sie keine Angst haben braucht Und dass wir, bis sie in ihren Mann zu Hause eingezogen ist für Sie da sind mit Hilfe und Unterstützung.

00:38:32: Mit Tipps oder was auch immer.

00:38:36: Dass sie sich nicht alleine fühlen muss.

00:38:39: Und auf einmal stand sie auf und sagte Herr Preuß ich glaube das habe ich gebraucht Wir fahren jetzt zum Notar.

00:38:47: Und Zack war das Thema gar kein Thema mehr?

00:38:51: Weil sie gemerkt hat, Sie muss da nicht alleine durch.

00:38:54: Und auch wenn die Familie vielleicht nicht da war, es war jemand der sie an ihr Hand genommen hat und das war eigentlich so eine schöne Situation von... Ich glaube, dass war damals mein zweites Jahr, muss das gewesen sein?

00:39:05: Also noch recht am Anfang.

00:39:09: Die hat dann aber sehr bewegt und es war auch sehr skizzierend für viele Situationen weil viele alleine sind und viele vielleicht die Hilfe von der Familie haben, weil alle mittlerweile über den... Über die Erde verteilt leben.

00:39:25: Und da eine ist in Australien oder Amerika und sei es Freiburg, da isst man nicht mal eben zur Hand.

00:39:32: Das war ne sehr schöne, sehr emotionale Situation.

00:39:38: natürlich hat sie mich durcheinander gebracht aber am Ende umso mehr gefreut.

00:39:42: das ist dann doch eigentlich nur mit nem Ohr und nem Satz und nem Gespräch Erledigt war und vom Tisch war diese große Sorge, die beinahe zu einem Totalausfall geführt hätte.

00:39:56: Das fehlt mir.

00:39:56: ich habe gesagt das war der letzte Frage aber da fällt nur noch eine ein wie lange dauert denn so'n Verkaufsprozess an?

00:40:01: Ich werde das fragen sich sicherlich auch viele.

00:40:03: wenn sie jetzt überlegen heute also heute überlege ich zu verkaufen morgen rufe den Markler an wie lang gedauert sowas dann alles bis zum Notar?

00:40:12: oder

00:40:13: ja Natürlich ist das ein bisschen abhängig von der Strategie, wie man auch an einen Verkauf rangeht.

00:40:21: Man hat ja immer in Absprache mit den Eigentümern die Option zu sagen, man geht möglichst realistisch ran weil wenn ein Kaufpreis realistische wahrgenommen wird sehen die Leute dass sie da nicht in Anfangstrichen verheppelt werden Und entscheiden sich dann auch zeitnah für eine Besichtigung und wissen aber ganz genau, wenn ich jetzt noch verhandle, dann kauft es wahrscheinlich jemand anders.

00:40:48: Das ist eine klassische Strategie.

00:40:51: die andere wäre natürlich etwas höher anzusetzen um einfach mal auch die Marktreaktion auszutesten kann natürlich aber auch nach hinten losgehen wenn man nicht auf den Markt reagiert.

00:41:06: also man muss wirklich mit dem eigentlich sprechen Und gucken, welche Variante zum Ferkel verpasst.

00:41:14: und auch zur Immobilie.

00:41:16: Teilweise gibt es ja auch psychologische Preisgrenzen wo man sagt okay eigentlich ist die Immobilier nochmal zehn tausend Euro mehr wert aber wenn wir direkt unter dieser Grenze angebotstechnisch bleiben bringt uns das im Endeffekten mehr weil wir einfach mehr Kundschaft unter dieser grenze haben.

00:41:34: Also viele kleine Faktoren, die mit beeinflussen für welchen Weg sich ein Verkäufer entscheidet.

00:41:40: Und am Strich kann man aber sagen durchschnittlich.

00:41:43: wenn man jetzt nicht ganz verrückt rangeht hat man so zwei bis vier Monate in der Vermarktung wo man aktiv den Käufer sucht, wo man besichtigen geht und wo man einen Käufe findet, der auch finanziert.

00:41:56: also wir sagen mal so durchschnittlich zwei bis drei Monate bis zum Notartermin Und danach ist es in der Regel zwei bis drei Monate durchschnittlich für diese Übergabezeit.

00:42:07: Mit der Unterschrift kriegt man ja nicht sofort die Kohle, sondern da fängt ein Notar an zu arbeiten und sie haben dann Zeit den Umzug zu planen.

00:42:20: Aber der Notar muss auch sicherstellen dass der Kaufpreis sicher gezahlt werden kann.

00:42:28: Die wiederum dauert auch in der Regel mindestens vier Wochen.

00:42:32: Das heißt eigentlich, sagt man die schnellste Übergabe nach einem Notatamin sollte in der Regel so mit drei, vier, fünf Wochen einkalkuliert werden kann auch durchschnittlich eher zwei, drei Monate sein.

00:42:47: Oftmals kommen die Käufer ja aus der Miet-Situation müssen ja auch kündigen und dann wird das Ganze miteinander verbunden.

00:42:54: Okay, ja das war doch noch meine... Gute Ergänzung.

00:42:57: Vielen Dank für das Gespräch!

00:42:59: Ja, sehr gerne hat mich auch gefreut.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.